Orden und Säkularinstitute im Bistum Aachen
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Schatten und Licht

Impuls für November von Sr. Agnesita Dobler OSF, Generalsekretärin der DOK, Bonn

Das Kirchenjahr geht seinem Ende entgegen. Der Monat November ist ein Monat, in dem wir verstärkt der Menschen gedenken, die bereits von uns gegangen sind. Bei den meisten von uns wird die persönliche Lebensbahn auch bereits in der zweiten Lebenshälfte verlaufen und des Endes können wir uns gewiss sein. Die Frage ist, was uns trotzdem jeden Tag hoff nungsvoll weitergehen und die anstehenden Dinge zuversichtlich anpacken lässt.


Vielleicht hilft dazu ein Blick auf Simeon und Hanna, die beiden Alten, über die uns der Evangelist Lukas berichtet. Hanna lebt ein unspektakuläres, einfaches Leben. Über viele Jahre hinweg verrichtet sie in Treue ihren Dienst und wird so sensibel für die frohmachende Begegnung mit Gott. Und Simeon wartet ein Leben lang auf die Rettung Israels. Auch im hohen Alter bewahrten beide sich Sorgfalt und Wachsamkeit, getragen von großer Sehnsucht nach einer beglückenden Begegnung.


Die Novemberwochen sind nicht nur die Wochen der Nebel und der länger werdenden Nächte. Sie bieten uns auch die Möglichkeit, verstärkt nach dem Licht in uns zu suchen, uns zu fragen, ob unsere Sehnsucht nach der Begegnung mit dem Einen so groß und stark ist, dass wir aufrecht und hoffnungsvoll weiter gehen, auch wenn manches sich dem Ende zuneigt.

 

Sr. Agnesita Dobler, Generalsekretärin der DOK, Bonn

 


Von Ordensbüro

Veröffentlicht am 31.01.2016

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